Wo ist das Wochenende geblieben?

Nimm dir jeden Tag die Zeit,
Still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen.
Achte auf die Melodie des Lebens,
Welche in die schwingt.

Siddhartha Gautama Buddha

Aufgrund meiner eigenen Erfahrung mit dem letzten Wochenende, stelle ich heute die Frage, „Wo das Wochenende geblieben ist?“

Vielleicht kennt Ihr das auch, man wartet gefühlt die ganze Woche auf ein paar freie Tage am Wochenende, nur um am Anfang der darauffolgenden Woche wieder auf das nächste Wochenende zu warten? Der Montag startet ohne eine Bewusstheit darüber, was am Wochenende alles passiert ist (und ich rede nicht von Alkohol oder Ähnlichem)? Ich denke wir verbringen sehr viel unsere Zeit mit einer „Augen-zu-und-durch-“ oder „wat-mutt-dat-mutt-“ Metalität. Wir wollen Erwartungen von anderen, aber auch unsere eigenen, erfüllen, so, dass wir uns oft nicht die Zeit nehmen wahrzunehmen, was gerade passiert.

Tun muss durch Nicht-Tun in Balance gebracht werden

Vielleicht können diese drei Impulse ja helfen unser Leben intensiver wahrzunehmen:

  1. Schätze das Gute, das Schlechte – und das Neutrale. Viele von uns können das Gute in unserem Leben anerkennen, aber wenn es um Erfahrungen wie Langeweile, Stress, Schmerz oder Einsamkeit geht, ist es in der Regel eher ein Aushalten. Wenn wir aber nur dem Guten nachjagen und die schlechten oder neutralen Momente dazwischen ignorieren oder sogar ablehnen, werden diese in unserer Wahrnehmung präsenter und die ihnen gebührende Aufmerksamkeit einfordern. Unserer positiven Momente hingegen fühlen sich immer weniger lohnend an.
  2. Führe einfache Achtsamkeitsübungen durch. Manchmal macht es einen anderen Eindruck, aber jeder Tag, jede Situation bietet uns die Möglichkeit, kleine Achtsamkeitsübungen in unseren Alltag einzubauen. Spazieren gehen, Blickkontakt mit dem Mitarbeiter an der Supermarktkasse oder einfach nur auf die Geräusche der Umgebung achten – diese Aktionen dauern manchmal weniger als eine Minute sind aber sinnvoll, da sie Verbindung, Wertschätzung und Fokussierung mit uns selbst, dem Gegenüber und dem Augenblick erzeugen können.
  3. Nutze Meditation um in Kontakt zu kommen. Nach einem langen arbeitsreichen Tag erscheint es vielleicht nicht so attraktiv sich mit dem erschöpften Geist und dem schmerzenden Körper meditierend zu beschäftigen. Es ist einfacher sich auf die bequeme Couch fallen zu lassen und sich mit einer geistlosen Serie oder Show zu betäuben. Aber wenn Du Dich am Ende des Tages damit beschäftigst wie es Dir geht, wie Du Dich fühlst, kann das helfen Stress abzubauen. Am nächsten Tag fühlst Du Dich vielleicht unbelasteter und mit neuer Energie ausgestattet.

Wer den dritten Impuls lieber in einer Gruppe ausprobieren will, dem empfehle ich unseren offenen Meditationskreis. In diesem Sinne einen guten Wochenstart.

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