Aufmerksamkeit auf den Atem

Richte Deine Aufmerksamkeit einen vollständigen Atemzug lang auf Deinen Atem. Verfolge, wie die Luft in Deinem Körper einströmt und ihn wieder verlässt. Halte Deinen Geist offen und frei für diesen einen Augenblick, für diesen einen Atemzug. Lasse alle Vorstellungen darüber los, dass Du irgendwo hinkommen willst oder dass irgendetwas geschehen sollte. Kehre einfach immer wieder zu Deinem Atem zurück, wenn Dein Geist abschweift, und reihe Augenblicke der Achtsamkeit aneinander, Atemzug um Atemzug. Probiere dies hin und wieder aus, in Deinem Alltag oder während Du Dich auf dieser Webseite informierst.

(frei nach Jon Kabat-Zinn „Im Alltag Ruhe finden“)

Innehalten als Orientierungshilfe

Halte hin und wieder im Laufe des Tages inne und werde Dir Deines Atems bewusst. Dazu reichen fünf Minuten oder sogar nur fünf Sekunden. Lass alles los und akzeptiere den Augenblick voll und ganz, einschließlich dessen, wie Du Dich fühlst und wie Du das Geschehen wahrnimmst. Versuche in solchen Augenblicken absolut nichts zu verändern. Atme einfach und lass los. Löse Dich von der Vorstellung, dass in diesem Augenblick irgendetwas anders sein sollte. Gib Dir in Deinem Geiste und in Deinem Herzen die Erlaubnis, diesen Augenblick genau so sein zu lassen, wie er ist. Und gestehe Dir ebenfalls zu, genau so zu sein, wie Du bist. Wenn Du Dich bereit fühlst, dann bewege Dich in die Richtung, in die Dich Dein Herz führt, und tu dies achtsam und entschlossen.

(frei nach Jon Kabat-Zinn „Im Alltag Ruhe finden“)

Das ist es

Rufe Dir von Zeit zu Zeit in Erinnerung: „Das ist es.“ Untersuche, ob es irgendetwas gibt, worauf dieser Satz nicht zutrifft. Erinnere Dich immer wieder daran, dass das Akzeptieren des gegenwärtigen Augenblicks nichts damit zu tun hat, angesichts dessen was geschieht, zu resignieren. Gemeint ist lediglich, klar zu erkennen und anzuerkennen, dass das, was geschieht, geschieht. Diese akzeptierende Haltung schreibt Dir nicht vor, was Du tun solltest. Was als Nächstes geschieht, zu welcher Handlung Du Dich entschließt, muss aus Deinem verstehen des Augenblicks erwachsen. Du könntest versuchen, aus einem tiefen Wissen um jenes „Das ist es“ heraus zu handeln. Wie beeinflusst dies Deine Entscheidung für bestimmte Vorgehensweisen und Reaktionen? Ist es Dir möglich, Dich in die Betrachtung dessen zu versenken, dass dies tatsächlich die beste Jahreszeit, der beste Augenblick Deines Lebens ist? Wenn es so wäre, was würde es für Dich bedeuten?

(frei nach Jon Kabat-Zinn „Im Alltag Ruhe finden“)

Vor dem Stress Luft verschaffen

Lerne loslassen, das ist der Schlüssel zum Glück. (Dalai Lama)

Eine Möglichkeit den Kopf für die Meditation freizubekommen, ist die Technik des „Päckchen packen“.

Setz dich wie üblich zur Meditation in deine bevorzugte Sitzhaltung und schließe die Augen. Nimm wahr, was dir jetzt alles durch den Kopf geht. Gibt es dabei Dinge, die dich besonders beschäftigen, die du auf keinen Fall vergessen möchtest und die du nach der Meditation weiterverfolgen möchtest? Wähle davon die wichtigsten Themen aus und beginne sie sorgfältig zu verpacken. Lass dich von deiner Phantasie  bei der Auswahl der Verpackung inspirieren. Wenn alles gut verpackt ist, verstaue das Paket sicher, so, dass du es nach der Meditation wieder unversehrt zurückholen kannst. Wenn du das Gefühl hast, dass alles gut und sicher untergebracht ist, kannst du Deine Aufmerksamkeit unbeschwert auf deinen Atem richten und das Gefühl der Freiheit genießen.

Du kannst auch unabhängig von einer Meditationsvorbereitung diese Technik anwenden, wenn du zum Beispiel mal etwas Abstand zu einem Thema brauchst, kannst du es auch verpacken und für eine Zeit sicher verstauen.