Den Frühling achtsam begrüßen

Still sitzen. Nichts tun.
Der Frühling kommt.
Das Gras wächst.

Volksweisheit

Die ersten Tage des Frühlings stehen vor der Tür, die Blumen blühen, die Tage werden länger und neue Energien sind spürbar. Die meisten von uns sind zwar glücklich, den Winter zu verabschieden, aber trotzdem hetzen wir durch diese wunderbare Jahreszeit. Lasst uns langsamer werden und die kommenden Wochen in all ihrer Pracht willkommen heißen. Hier sind drei Möglichkeiten, den Frühling achtsam zu begrüßen:

Der Frühling ist da

1) Let it RAIN. Wenn wir die kalte Jahreszeit hinter uns lassen, kann es passieren, dass die zusätzlichen Ansprüche, die wir mit dem Frühling
an uns selbst stellen, uns überfordern. Wenn das Gehirn beginnt, im Geiste die To-Do-Liste zu durchlaufen, kann die RAIN-Übung helfen, Achtsamkeit und (Selbst-) Mitgefühl zu fördern. Das Akronym RAIN wurde vor etwa 20 Jahren von Michele McDonald geprägt und ist ein leicht zu merkendes Werkzeug zum Üben von Achtsamkeit. Ich habe es an das Deutsche angepasst:
R (ealität) wahrnehmen, was jetzt gerade ist (recognize)
A (kzeptanz) dessen was jetzt gerade ist, ohne verändern zu wollen (allow)
I (nvestigation) dessen, was ist, mit Wohlwollen (investigate)
N (atürliches) Bewusstsein, ohne sich mit dem Erleben/der Erfahrung zu identifizieren (natural)

Nimm Dir die Zeit, zwischen den Schritten bewusst zu atmen.

2. Mache die Frühlingsgeräusche zu Deiner Muse. Vögel zwitschern. Das Leben findet wieder vermehrt draußen statt. Es wird wieder gebaut. Ja, der Frühling ist voll von Geräuschen – aber anstatt sie als störend wahrzunehmen und zu versuchen, sie auszusperren, verbringe einige Zeit damit, alle Zeichen des Lebens, die an Dein Ohr dringen, zu umarmen. Folge dieser 15-minütigen geführten Meditation über Geräusche, so kannst Du Achtsamkeit auch ohne Stille in Deiner Umgebung üben.

3. Wertschätze Deine Nahrung. Mit dem Frühling erwacht auch wieder die Natur und damit intensiviert sich auch wieder die Arbeit auf den Feldern, zur Produktion unserer Nahrung. Wenn Du achtsames Essen übst, kannst Du entschleunigen und die frischen Speisen und die Arbeit die in ihrer Produktion steckt wieder schätzen lernen. Diese sechs Punkte helfen Dir, das zu genießen, was sich auf Deinem Teller befindet.

  1. Achte auf die Signale Deines Körpers und höre auf zu essen, wenn Du satt bist. (Wir ignorieren häufig die Signale des Körpers und essen weiter, auch wenn wir satt sind.)
  2. Nur essen, wenn wir auch Hunger haben. (Häufig essen wir aus emotionalen Gründen, wir sind traurig, gelangweilt etc.)
  3. Gemeinsam mit anderen zu regelmäßigen Zeiten essen. (Wir tendieren zu unregelmäßigem Essen und alleine.)
  4. Überwiegend Nahrungsmittel zu uns nehmen, die uns gesundheitlich gut tun. (Wir essen eher das, was zu unserer Stimmung passt, z.B. Süßigkeiten etc.)
  5. Wenn wir essen, dann essen wir. (Häufig essen wir eher nebenher, während wir noch anderes tun.)
  6. Mache Dir bewusst, wo das Essen herkommt, wer an seiner Herstellung alles beteiligt war etc. (Meistens nehmen wir das Essen gar nicht mehr wahr, vielleicht noch das Endprodukt, das wir in Händen halten.

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