Wesen der Motivation

Gute Führung hat viel mit Motivation zu tun, mit der Fähigkeit in sich selbst den tiefsten Punkt des Engagements zu finden und von diesem Ort aus zu handeln. Und mit der Fähigkeit diese Dimension auch in anderen Menschen zu erkennen und zum Schwingen zu bringen. Motivation ist unsere tiefste menschliche Lebendigkeit. Wir schöpfen aus ihr, wenn wir uns erlauben diesem Mensch-Sein wirklich zu begegnen.
Im Business versuchen wir häufig unsere eigene Motivation und die anderer auf das Erfüllen von Aufgaben zu richten. Unser Blick ist mehr bei diesem Ziel als bei dem Ursprung unseres Antriebs. Diese Meditation hilft Dir dabei das tiefere Wesen der Motivation zu ergründen. Wenn Du mit Deinem eigenen tiefsten Antrieb und dem anderer in Kontakt kommst, findet die Motivation, wie von selbst den ihr angemessenen Weg und Ausdruck.

Sitzmeditation kurz

Die Sitzmeditation ist das Herzstück der formalen Meditationspraxis. Weder das Atmen noch das Sitzen fällt uns schwer, da wir es andauernd und völlig natürlich tun. Was das Sitzen in der Meditation vom normalen Sitzen unterscheidet, ist die innere Einstellung der Achtsamkeit, die ja auch dem Atem in der Meditation seine besondere Qualität verleiht.
In der Sitzmeditation entspannt man sich in die Ruhe und den Frieden hinein, der unter der von Gedanken aufgepeitschten Oberfläche des Geistes herrscht. Es ist nicht so schwierig, wie man meinen könnte. Man betrachtet die Gedanken wie am klaren Sommerhimmel vorüberziehende Wolken und lässt sie los, betrachtet sie und lässt sie los, betrachtet sie und lässt sie los.

Sich ganzheitlich zeigen

Im modernen Business hat sich über die letzten Jahre eine eigene Vorstellung über die Professionalität etabliert. Wenn wir möglichst nüchtern unseren Aufgaben nachgehen und versuchen die angestrebten Ziele zu erreichen, fühlen wir uns professionell. Persönliches wie unsere emotionale Befindlichkeit, hat bei der Arbeit eher nichts zu suchen, so glauben wir jedenfalls. Was aber wäre möglich, wenn wir im Job und wenn wir andere führen, wirklich ganz Mensch sein könnten?

Was ist wesentlich?

Strategien, Ziele und klar definierte Aufgaben sind wie das Rückgrat des Geschäftslebens, denn sie vermitteln Orientierung. Doch manchmal entfalten sie ein Eigenleben, dann sind wir nicht mehr bei dem was gerade ist, sondern jagen Ideen nach, die vielleicht schon längst überholt sind. Wir können jedoch unsere Wahrnehmung schulen für das was im Moment wesentlich ist ohne dabei den größeren Kontext, in dem wir arbeiten über Bord werfen zu müssen.

Yoga kurz

Man kann das Bewusstsein für den Körper auf verschiedene Art und Weise entwickeln. Eine der wirkungsvollsten Methoden, um ihn nachhaltig zu transformieren, sind achtsame bewusste Bewegungen. Diese Übungen werden langsam und bewusst atmend ausgeführt. Sie stärken den ganzen Körper und kräftigen die Organe, während man lernt, auf alle entstehenden Körperempfindungen zu achten.

Selbstverantwortung und im Kontakt mit sich selbst

In der aktuellen Episode des Podcasts „Arbeitsphilosophen – Die Zukunft der Arbeit“ diskutiert Frank Eilers mit Frédéric Laloux über die Generierung von Bedürfnissen und das Handeln von globalen Konzernen. Es geht dabei aber nicht um eine Predigt von der Kanzel, sondern um das Appellieren an das Gewissen von jedem einzelnen. In vielen Diskussionen erlebe ich, dass die Abwertung der Meinung oder Einstellung „Der Anderen“ im Vordergrund steht. Der Wille eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten fehlt häufig. Um das zu erreichen, ist meiner Meinung nach ein in Kontakt sein mit sich selbst, seinen Werten, Wünschen und Bedürfnissen notwendig. Diese Fähigkeit fehlt aber regelmäßig und Menschen wurde zum Beispiel mit Werbung abtrainiert wie das geht. Das Gesellschaftssystem trägt damit zu seiner eigenen Erhaltung bei und Veränderungen werden dadurch erschwert.

Frédéric Laloux erörtert im Gespräch mit Frank Eilers warum unser bisheriges Wirtschaftssystem in der aktuellen Form nicht weiter existieren kann. Frédéric vermittelt das aber nicht als Moralapostel im Sinne von „Das macht man weil es gut ist“. Ihm geht es vielmehr um das Gewissen von jedem einzelnen.

Achtung Rutschgefahr

Er schlägt vor, dass sich jeder selbst hinterfragt und in seinem Innersten forscht, „habe ich eigentlich Lust da mitzumachen, oder nicht“, „mag ich mich eigentlich selber, bin ich stolz auf mich“. Also nicht mit dem Zeigefinger auf andere zeigen und „die anderen sind böse“ oder „das müssten wir machen“. Er glaubt, dass wir nur etwas verändern, wenn wir uns gegenseitig zum Reflektieren darüber einladen, „woran möchte ich selber teilhaben oder eben nicht teilhaben“.

Meditation als Weg zu sich

Ich finde genau um diese Haltung geht es, nämlich mit sich selbst anfangen, hinterfragen, was ist mir wichtig und dann dazu auch stehen. Um mit uns selbst, unseren Werten, Bedürfnissen und Wünschen in Kontakt zu kommen, hilft die tägliche Meditation. Wenn mehr Menschen mit sich in Kontakt wären, könnte viel aus der eigenen Unsicherheit heraus resultierendes mit dem Zeigefinger auf andere zeigen und die Abwertung von anderen vermieden werden.

Von Innen nach Außen

Wir sitzen alle zusammen im gleichen Boot und nur gemeinsam können wir den Herausforderungen unserer Zeit begegnen. Stephen R. Covey hat schon im Jahr 1989 in seinem Buch „Die 7 Wege“ den Grundsatz zu Glück und Erfolg geprägt, „Von Innen nach Außen„. Wir kommen auf diese Welt als von anderen abhängige Lebewesen, wir streben dann in unserer Pubertät und Jugend Unabhängigkeit an und erkennen im Laufe unseres weiteren Lebens hoffentlich die wechselseitige Abhängigkeit (Interdependence). So funktioniert die Welt. Zu dieser Einsicht sollten wir meiner Meinung nach kommen.