Kann Achtsamkeit tatsächlich im geschäftlichen Umfeld „funktionieren“?

Ich werden immer wieder mit Vorbehalten konfrontiert, insbesondere im Business Kontext. Wenn ich zum Beispiel eine Besprechung mit einem kurzen gemeinsamen Innehalten beginnen möchte, gibt es skeptische Antworten. Auch ich bin manchmal zögerlich, ob ich es überhaupt vorschlagen soll. Die Skepsis hat Ihre Berechtigung und daher bin ich in einem Video auf diese Vorbehalte eingegangen.

Die Hintergrundinformationen, die in dem Video zu sehen sind, habe ich in einer PowerPoint Folie zum Download bereitgestellt.

Neues Video “Besprechung mit Innehalten beginnen” online

Wenn Besprechungen beginnen, sind wir häufig mit unseren Gedanken noch im Meeting davor oder bei Aufgaben die noch zu erledigen sind. Das ist für die Effizienz von Besprechungen nicht hilfreich.

Thomas Bormuth meint, um mit allen Sinnen präsent zu sein, hilft ein kurzes gemeinsames und achtsames Innehalten zu Beginn. Er hat eine von ihm häufig verwendete Anleitung in seinem YouTube Channel veröffentlicht.

Besprechungen mit gemeinsamen und achtsamen Innehalten beginnen

Perspektivwechsel

Zu Führen bedeutet oft voran zugehen, einen Plan zu haben, zu wissen was Sache ist. In Deiner Rolle als Führungskraft bist Du Vorbild, hast aber bisweilen vielleicht auch das Gefühl alleine an vorderster Front zu stehen. Dabei musst Du gar nicht alles selbst machen oder wissen. Ein unvoreingenommener Blick auf die Welt ist oft die beste Führung, denn dann führt das Leben selbst und Du führst mit ihm.
Diese Meditation hilft Dir dabei Deine Perspektive bei Deiner Arbeit zu verändern. Im inneren Dialog mit dem was ist, bist nicht mehr alleine Du der Lösungen bereitstellen muss, sondern Du lernst Dich von Lösungen finden zu lassen, die aus der bestehenden Situation erwachsen. Dieser Stimme der inneren Führung zu lauschen, mag am Anfang etwas ungewöhnlich oder sogar etwas herausfordernd zu sein, aber je öfter Du Dich darin übst, umso vertrauter wird sie Dir.

Im Flow sein

Wenn wir an Führung denken, denken wir meist zugleich an Macher-Qualitäten. Führungskräfte sollen stark sein, etwas bewegen. Und dies erst recht, wenn sich Hindernisse zeigen. Das bringt uns leicht in die Position gegen Wiederstände reflexhaft anzugehen und wir ignorieren dabei den Rückenwind, der uns oft viel leichter ans Ziel bringt.
Vielleicht fühlst Du Dich durch diese Meditation besonders herausgefordert. Den leichteren Weg zu wählen, bedeutet im Business oft, sich vor etwas zu drücken oder nicht genügend Power zu haben sich durchzusetzen. Es kann jedoch auch eine kluge Entscheidung sein, keine Energie zu verschwenden. Nicht versuchen etwas durchzudrücken. Was gerade passt kannst Du immer wieder aufs Neue herausfinden. Und diese Meditation hilft Dir dabei Deine Unterscheidungsfähigkeit zu trainieren und den Rückenwind zu finden.

Wesen der Motivation

Gute Führung hat viel mit Motivation zu tun, mit der Fähigkeit in sich selbst den tiefsten Punkt des Engagements zu finden und von diesem Ort aus zu handeln. Und mit der Fähigkeit diese Dimension auch in anderen Menschen zu erkennen und zum Schwingen zu bringen. Motivation ist unsere tiefste menschliche Lebendigkeit. Wir schöpfen aus ihr, wenn wir uns erlauben diesem Mensch-Sein wirklich zu begegnen.
Im Business versuchen wir häufig unsere eigene Motivation und die anderer auf das Erfüllen von Aufgaben zu richten. Unser Blick ist mehr bei diesem Ziel als bei dem Ursprung unseres Antriebs. Diese Meditation hilft Dir dabei das tiefere Wesen der Motivation zu ergründen. Wenn Du mit Deinem eigenen tiefsten Antrieb und dem anderer in Kontakt kommst, findet die Motivation, wie von selbst den ihr angemessenen Weg und Ausdruck.

Sitzmeditation kurz

Die Sitzmeditation ist das Herzstück der formalen Meditationspraxis. Weder das Atmen noch das Sitzen fällt uns schwer, da wir es andauernd und völlig natürlich tun. Was das Sitzen in der Meditation vom normalen Sitzen unterscheidet, ist die innere Einstellung der Achtsamkeit, die ja auch dem Atem in der Meditation seine besondere Qualität verleiht.
In der Sitzmeditation entspannt man sich in die Ruhe und den Frieden hinein, der unter der von Gedanken aufgepeitschten Oberfläche des Geistes herrscht. Es ist nicht so schwierig, wie man meinen könnte. Man betrachtet die Gedanken wie am klaren Sommerhimmel vorüberziehende Wolken und lässt sie los, betrachtet sie und lässt sie los, betrachtet sie und lässt sie los.