Perspektivwechsel

Zu Führen bedeutet oft voran zugehen, einen Plan zu haben, zu wissen was Sache ist. In Deiner Rolle als Führungskraft bist Du Vorbild, hast aber bisweilen vielleicht auch das Gefühl alleine an vorderster Front zu stehen. Dabei musst Du gar nicht alles selbst machen oder wissen. Ein unvoreingenommener Blick auf die Welt ist oft die beste Führung, denn dann führt das Leben selbst und Du führst mit ihm.
Diese Meditation hilft Dir dabei Deine Perspektive bei Deiner Arbeit zu verändern. Im inneren Dialog mit dem was ist, bist nicht mehr alleine Du der Lösungen bereitstellen muss, sondern Du lernst Dich von Lösungen finden zu lassen, die aus der bestehenden Situation erwachsen. Dieser Stimme der inneren Führung zu lauschen, mag am Anfang etwas ungewöhnlich oder sogar etwas herausfordernd zu sein, aber je öfter Du Dich darin übst, umso vertrauter wird sie Dir.

Im Flow sein

Wenn wir an Führung denken, denken wir meist zugleich an Macher-Qualitäten. Führungskräfte sollen stark sein, etwas bewegen. Und dies erst recht, wenn sich Hindernisse zeigen. Das bringt uns leicht in die Position gegen Wiederstände reflexhaft anzugehen und wir ignorieren dabei den Rückenwind, der uns oft viel leichter ans Ziel bringt.
Vielleicht fühlst Du Dich durch diese Meditation besonders herausgefordert. Den leichteren Weg zu wählen, bedeutet im Business oft, sich vor etwas zu drücken oder nicht genügend Power zu haben sich durchzusetzen. Es kann jedoch auch eine kluge Entscheidung sein, keine Energie zu verschwenden. Nicht versuchen etwas durchzudrücken. Was gerade passt kannst Du immer wieder aufs Neue herausfinden. Und diese Meditation hilft Dir dabei Deine Unterscheidungsfähigkeit zu trainieren und den Rückenwind zu finden.

Wesen der Motivation

Gute Führung hat viel mit Motivation zu tun, mit der Fähigkeit in sich selbst den tiefsten Punkt des Engagements zu finden und von diesem Ort aus zu handeln. Und mit der Fähigkeit diese Dimension auch in anderen Menschen zu erkennen und zum Schwingen zu bringen. Motivation ist unsere tiefste menschliche Lebendigkeit. Wir schöpfen aus ihr, wenn wir uns erlauben diesem Mensch-Sein wirklich zu begegnen.
Im Business versuchen wir häufig unsere eigene Motivation und die anderer auf das Erfüllen von Aufgaben zu richten. Unser Blick ist mehr bei diesem Ziel als bei dem Ursprung unseres Antriebs. Diese Meditation hilft Dir dabei das tiefere Wesen der Motivation zu ergründen. Wenn Du mit Deinem eigenen tiefsten Antrieb und dem anderer in Kontakt kommst, findet die Motivation, wie von selbst den ihr angemessenen Weg und Ausdruck.

Sitzmeditation kurz

Die Sitzmeditation ist das Herzstück der formalen Meditationspraxis. Weder das Atmen noch das Sitzen fällt uns schwer, da wir es andauernd und völlig natürlich tun. Was das Sitzen in der Meditation vom normalen Sitzen unterscheidet, ist die innere Einstellung der Achtsamkeit, die ja auch dem Atem in der Meditation seine besondere Qualität verleiht.
In der Sitzmeditation entspannt man sich in die Ruhe und den Frieden hinein, der unter der von Gedanken aufgepeitschten Oberfläche des Geistes herrscht. Es ist nicht so schwierig, wie man meinen könnte. Man betrachtet die Gedanken wie am klaren Sommerhimmel vorüberziehende Wolken und lässt sie los, betrachtet sie und lässt sie los, betrachtet sie und lässt sie los.

Sich ganzheitlich zeigen

Im modernen Business hat sich über die letzten Jahre eine eigene Vorstellung über die Professionalität etabliert. Wenn wir möglichst nüchtern unseren Aufgaben nachgehen und versuchen die angestrebten Ziele zu erreichen, fühlen wir uns professionell. Persönliches wie unsere emotionale Befindlichkeit, hat bei der Arbeit eher nichts zu suchen, so glauben wir jedenfalls. Was aber wäre möglich, wenn wir im Job und wenn wir andere führen, wirklich ganz Mensch sein könnten?

Was ist wesentlich?

Strategien, Ziele und klar definierte Aufgaben sind wie das Rückgrat des Geschäftslebens, denn sie vermitteln Orientierung. Doch manchmal entfalten sie ein Eigenleben, dann sind wir nicht mehr bei dem was gerade ist, sondern jagen Ideen nach, die vielleicht schon längst überholt sind. Wir können jedoch unsere Wahrnehmung schulen für das was im Moment wesentlich ist ohne dabei den größeren Kontext, in dem wir arbeiten über Bord werfen zu müssen.

Yoga kurz

Man kann das Bewusstsein für den Körper auf verschiedene Art und Weise entwickeln. Eine der wirkungsvollsten Methoden, um ihn nachhaltig zu transformieren, sind achtsame bewusste Bewegungen. Diese Übungen werden langsam und bewusst atmend ausgeführt. Sie stärken den ganzen Körper und kräftigen die Organe, während man lernt, auf alle entstehenden Körperempfindungen zu achten.

Es gibt nichts zu tun

Diese Meditation kann Dir dabei helfen ein neues Zusammenspiel von Handeln und bewusstem Wahrnehmen kennenzulernen. Wenn Du eine Aufgabe bewältigst, richtet sich Dein Blick automatisch nur auf diese Aufgabe. Wenn Du nur beobachtest nimmst Du die größeren Zusammenhänge wahr. Und je leichter es Dir gelingt diese beiden Modi immer wieder zusammen in Kontakt zu bringen, umso weiter wird der Raum, aus dem heraus Du führen kannst.

Body-Scan kurz

Der Body-Scan ist ein systematisches gedankliches „Abtasten“ des eigenen Körpers, ohne die dabei auftretenden Körperempfindungen zu bewerten.
Der Body-Scan ist seit 1979 die einführende Meditationspraxis im Rahmen des MBSR Trainings. Die kurze Version des Body-Scans wird unter anderem im 4-Wochen-Programm zur Schärfung der Führungspersönlichkeit „Vom ‚Ich und Du‘ zum ‚Wir'“ von den Teilnehmenden in der ersten Woche geübt.
Durch den Body-Scan machen wir uns mit dem eigenen Körper vertraut, schulen das Körperbewusstsein und lernen den Körper als einzigartiges Wunderwerk schätzen.

„Es ist erstaunlich, welch großen Wert wir einerseits auf unser äußeres Erscheinungsbild legen, während wir andererseits das Gefühl für den Körper vollkommen verloren haben. Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen wurzelt oft in einer tiefsitzenden Unsicherheit. … Der Körper ist ein absolut wunderbares Instrument: … Wir halten diese ganz und gar erstaunlichen Fähigkeiten für selbstverständlich, zumindest so lange, bis wir krank werden oder uns verletzen“
(Jon Kabat-Zinn: Gesund durch Meditation, S. 82)